Das große Nektarsammeln hat begonnen!

Seit Anfang April ist der Frühling nun in seiner vollen Pracht angekommen. Ebenfalls Anfang April haben die Bienen angefangen richtig ordentlich zu brüten. Das Volk wächst und wächst und alle sind fleißig. Brut füttern, leere Brutzellen putzen, Pollen und Nektar sammeln, Nektar zu Honig verarbeiten, Waben bauen und das Volk gegen Räuber verteidigen.

Jetzt ist die richtige Zeit den Honigraum aufzusetzen.
Der Honigraum ist der Bereich im Bienenstock, in dem die Bienen frische, saubere und vor allem unbehütete Waben bauen und den Honig sammeln sollen. Wie bringt man jetzt also die Bienen dazu so zu arbeiten, dass wir am Ende keine Bienenlarven im Honigglas haben? Man kann ihnen ja schlecht ein Schild aufstellen und sagen „Hier bitte nicht brüten. Hier nur Honig sammeln“.

Die Antwort ist so genial wie einfach: Die Bienen sammeln ihre Vorräte von sich aus immer tendenziell oben. Setzt man den Honigraum also oben auf und legt nun ein Gitter zwischen Brutraum und Honigraum, durch das gerade die Arbeiterinnen passen, nicht aber die deutlich größere Königin, kann diese den Honigraum nie betreten und dort auch keine Eier legen. Wenn man im Honigraum nun jedes Jahr frische Waben bauen lässt, ist immer sichergestellt, dass der Honig super sauber aufgehoben ist. Keine einzige Larve kommt bei der Honigernte durch den Imker zu Schaden und der Honig, der auf dem Brot landet, ist nie mit Brut oder den Ausscheidungen und Überbleibseln der Larven in Berührung gekommen.

Wenn dann der Raps verblüht ist, nehme ich den Honigraum (ohne Bienen 😉 ) mit nach Hause und schleudere das „flüssige Gold“ aus den Waben.